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Test: adidas Adizero Boston 13 – Ein Schuh für alle Trainingsarten?

Ist der Adizero Boston 13 der Schuh, der in deiner Rotation fehlt? Wahrscheinlich ja, da er sehr vielseitig ist. Lies hier das Urteil.

Boston-Serie hat einen Ruf, der die meisten anderen übertrifft; der Name verbindet den Schuh mit dem legendären Boston Marathon; historisch war er einer der leichtesten Marathon-Schuhe; doch in den letzten Jahren hat er sich von der minimalistischen Silhouette entfernt.

Auch dieses Jahr keine Ausnahme, denn die 13. Generation setzt den Fokus auf Stabilität, während sie mehr Geschwindigkeit mit Inspiration vom aggressiven großen Bruder adidas Adizero Pro 3 hinzufügt.

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    Atmungsaktives Obermaterial für raue Bedingungen

    Das Mesh-Obermaterial ist schwer zu bemerken, und das ist gut. Es sitzt perfekt vom ersten Lauf an.

    Die robuste Konstruktion des Obermaterials gibt mir hohe Erwartungen an die Haltbarkeit. Ich habe die Schuhe auf Schotter genutzt, und man sieht es nicht. Die Technik mit groben „Webungen“, die buchstäblich Löcher schaffen, ist relativ neu, aber etabliert. Die Atmungsaktivität ist hervorragend.

    Adidas‘ charakteristische schmale Passform ist hier präsent, und bei breiten Füßen sollte eine größere Größe erwogen werden. Die Fersenkappe greift die Ferse in einem scharfen V, das durch eine relativ feste Fersenkappe gebildet wird.

    Im Vergleich zum Adizero Pro 3 ist die Fersenkappe gut gepolstert, was ich jederzeit der harten Behandlung des Pro 3 vorziehe. Auch die Zunge ist gepolstert und an beiden Seiten des Fußes befestigt, was das Gefühl verstärkt, vom Schuh umschlossen zu werden.

    Die Polsterungen erhöhen natürlich das Gewicht, das bei Boston 13 258 Gramm in Größe 42 2/3 (US9) beträgt. Damit ist der Schuh sechs Gramm schwerer als der Vorgänger. Sechs Gramm sind nicht viel, vor allem, wenn sie für den Sitz des Schuhs verwendet werden.

    Zwischensohle mit vielseitiger Intensität

    adidas hat dieses Jahr die Höhe der Zwischensohle gesenkt und das Verhältnis der zwei Schaumarten geändert. Auch das Drop ist verändert: sechs Millimeter statt der sieben des 12ers.

    Adidas hat aber nicht einfach Schaum entfernt: Tatsächlich wurden über 13% mehr Lightstrike Pro-Schaum hinzugefügt im Vergleich zum letzten Jahr. Der Superschaum ist TPEE, wie in den Schuhen Adizero EVO SL und Adizero Pro 3. Die Ergänzung macht einen spürbaren Unterschied, und Boston 13 ist mein Schuh für Intervallläufe von 5k bis Marathon-Intensität.

    Wichtig zu erwähnen ist, dass das „weniger aufregende“ Lightstrike-Material immer noch relevant in diesem Schuhtyp ist. Viele vergleichen den Schuh mit adidas‘ Adizero EVO SL, der eine volle Länge Lightstrike Pro-Zwischensohle hat, aber diesen Schaum würde ich nicht auf Schotter nutzen. Das untere Lightstrike-Schaum macht den Schuh zum vielseitigen Trainingspartner, den viele suchen.

    Der Schuh fühlt sich auch aufgrund der festen Lightstrike-Verwendung in der Ferse sehr stabil an. Dies macht ihn ideal für schwerere Läufer, die einen schnellen Schuh möchten.

    In der Zwischensohle findest du, wie in früheren Generationen, adidas‘ EnergyRods 2.0, die deutsche Antwort auf die Carbonplatte. Hier bekommst du keine Platte, sondern fünf „Finger“, die ergonomisch die Fußknochen nachahmen. Zusammen mit dem energierückführenden Lightstrike Pro schaffen die „Finger“ ein Gefühl des Vortriebs.

    Neue Continental-Reifen

    Auch in der Außensohle gibt es Updates. Ebenso wie das Obermaterial ist die Außensohle wichtig dafür, auf welchem Untergrund ich einen Schuh nutze. Hier passen die beiden glücklicherweise zusammen.

    Eine große Schicht der Außensohle aus Continental prägt die gesamte Schuhsohle. Sie wölbt sich sogar etwas um die Details der Zwischensohle, sodass unebene Untergründe dem nichts anhaben können.

    Dieses Jahr gibt es zudem eine Schicht des weichen und leichten LIGHTTRAXION-Gummis entlang der Außenseite des Fußes. Dies ist eine klare Inspiration vom großen Bruder Adios Pro 3, der auch das weiche Gummi verwendet.

    Besonders nützlich ist dies im Zusammenspiel mit der aggressiven Zwischensohle. Das Außensohlenmaterial greift gut auf Asphalt, und seine strategische Platzierung auf der Außenseite bietet einen hervorragenden Abstoß.

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      Die neuen Generationen der Boston-Schuhe lenken die Serie in eine vielseitigere Richtung. Ein Schuh, der fast alles kann. 

      Ich kann den Schuh für Joggen, leichte Marathon-Trainingseinheiten und intensive Intervalle unter 1000 Metern wärmstens empfehlen. Die Schuhe erfüllen viele Bedürfnisse und sind ein genialer Schuh für den Sommerurlaub, wenn man nur einen Schuh mitnehmen kann.

       

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