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Test: Hoka One One Kawana - Der erste seiner Art

Hoka One One hat ein Modell namens Kawana herausgebracht. Das Modell ähnelt dem von Clifton und Bondi, unterscheidet sich aber dadurch, dass es fester ist. Zwar handelt es sich immer noch um einen Trainingsschuh für die längeren Distanzen, doch er besitzt einige coole Merkmale - und kann auch für die Fitness genutzt werden.

Im ersten Moment könntest du denken: Kawana, und was mache ich damit? Hoka One One hat sowohl den Clifton als auch den Bondi als neutrale Distanz-Trainingsschuhe im Programm – und jetzt kommt ein drittes Modell?

Und ja, auf den ersten Blick wirkt es ein bisschen seltsam. Einerseits liegt der Schuh gewichtsmäßig irgendwo in der Mitte zwischen Clifton und Bondi, andererseits ist er ein klassischer Hoka One One Schuh mit einer EVA-Zwischensohle.

Hoka One One Kawana

Trotzdem unterscheidet sich Kawana stark von anderen beiden Modellen wie Clifton und Bondi, und ich kann seine Vorzüge durchaus erkennen. Denn Hoka hat mit Kawana einen interessanten Weg eingeschlagen. Sie haben einen Trainingslaufschuh mit viel Stoßdämpfung entwickelt, den sie aber anders geschnürt haben, sodass er deutlich fester sitzt als ihr traditioneller Massentrainer, nämlich der Bondi. Mit dem Kawana bekommst du also einen voluminösen Schuh, der viele der klassischen Hoka-Qualitäten aufweist, aber stärker zurücktritt, anstatt extrem weich zu sein.

In meinen Augen ist das die wichtigste Eigenschaft von Kawana.

 

 

Fitness und Fersenklappe

Hoka sagt, dass der Kawana ein Schuh ist, der sowohl zum Laufen als auch als Fitnessschuh genutzt werden kann. Dieser Schuh eignet sich also für alle, die gerne auf dem Laufband laufen und danach ein paar Gewichte heben mögen. Für gewöhnlich sind schwere Gewichte, Beintraining und Laufschuhe keine gute Kombination, weil in den Laufschuhen häufig zu viel weicher Schaumstoff enthalten ist, der zu instabilen Hebebewegungen führt. Aber weil Kawana fester verschnürt ist, könnte es trotzdem funktionieren.

Ich finde aber, dass es den Kawana etwas herabwürdigt, wenn er nur ein Schuh für Fitnessbegeisterte sein soll. Denn in meinen Augen ist er tatsächlich ein hervorragender Laufschuh. Ich habe ein müheloses Vorwärtskommen, wenn ich mit dem Schuh laufe. Ich spüre, dass das Absetzen und Starten gleichmäßig erfolgt. Und im Schuh zwickt nichts und daher ist er super bequem zu tragen. Kurz gesagt, der Kawana hat so ziemlich alles, was du von einem Trainingsschuh für die längeren Distanzen erwartest.

Das Besondere am Hoka One One Kawana ist der sogenannte Swallow-Tail. Das ist die kleine Klappe, die hinten an der Ferse herausragt. Er steht nur an der Außenseite heraus und man würde glauben, dass er nicht sonderlich viel macht, aber er hat tatsächlich eine Funktion. Mit dem Swallow-Tail von Hoka One One Kawana hast du einen größeren Bereich im Schuh, auf dem du aufsetzen kannst. Dadurch erhält der Schuh mehr Stabilität und der Fuß wird früher in seiner Schrittabwicklung "gefestigt".

Obwohl es auf den ersten Blick seltsam erscheint, ergibt Hokas Swallow-Tail tatsächlich einen Sinn, wenn man den Kawana auf den Fuß setzt.

Hoka One One Kawana Swallow Tail

Kawana-Komfort

Das Obermaterial beim Kawana ist in meinen Augen (bzw. Füßen) etwas größer als bei anderen Modellen von Hoka. Der Kawana ist etwas länger und bietet etwas mehr Platz für die Zehen. Außerdem hat Hoka die geschwungene Fersenkappe hinten am Schuh angebracht, damit nichts um die Achillessehne drückt. Das Mesh-Obermaterial ist dünn und äußerst atmungsaktiv, was den Tragekomfort des Schuhs noch erhöht.

Es gibt auch ein halb befestigtes Schutzpolster, das beim Laufen an seinem Platz bleibt. Der Kawana ist sogar so gepolstert, damit die Schnürsenkel deinen Fuß nicht reizen und du so viel Komfort, wie nur möglich, bekommst.

Hoka One One Kawana

Sommerschuhe

An der Außensohle hat Hoka bestimmte Stellen mit Gummi versehen. Es ist jedoch in der Regel nicht viel, sodass es etwas freiliegendes Zwischensohlenmaterial gibt. Solange du hauptsächlich auf asphaltiertem oder gepflastertem Untergrund läufst und nicht auf Schotter mit scharfen Steinen, werden die Schuhe meiner Meinung nach lange halten, da das Gummi dort platziert ist, wo der Verschleiß am größten ist.

Der Grip von Kawana ist zwar kein eindeutiger Pluspunkt für die Schuhe, aber er tut, was er soll: Denn er sorgt dafür, dass du beim Laufen auf asphaltiertem und gepflastertem Wegen, ausreichend Bodenhaftung hast (Kawana ist der Name eines australischen Strandes, daher ist es logisch, dass die Schuhe nicht für das Laufen auf Schnee und Eis gemacht sind). Und eigentlich finde ich es ziemlich toll, dass Hoka nicht noch mehr Gummi auf die Außensohle aufgetragen hat, denn das würde das Gewicht deutlich erhöhen.

Ich würde diesen Hoka One One Kawana jedem empfehlen, der gerne einen Hoka-Schuh ausprobieren möchte, allerdings nicht einen der sehr weichen. Ich finde, dass der Kawana einen guten Mittelweg findet, bei dem man immer noch eine gewisse Reaktivität spürt und nicht komplett in der Sohle versinkt. Ich selbst werde es für meine langsamen Laufstrecken nutzen, bei denen ich einfach so dahinlaufe.

 

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