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Rehabilitation: WM und mehr Kilometer

Jacob Simonsen beschreibt in dieser Artikelserie seine Höhen und Tiefen der Rehabilitation, während sich der dänische Rekordhalter über 10 km, Halbmarathon und Marathon von einer Überlastung erholt. Dies ist der vierte Artikel in der Serie.

Ich bin nun offiziell für die WM im Marathon nominiert, die dieses Jahr in Tokio in nur zwei Wochen stattfindet. Es ist eines der großen Events – sowohl in Bezug auf das Prestige der Veranstaltung als auch auf das persönliche Ziel, das ich seit langem verfolgt habe. Ein WM-Ticket in der Hand bedeutet nicht nur, dass die Form stimmt; es ist auch eine Bestätigung, dass der lange, harte Weg sich auszahlt, selbst wenn es bergauf ging.

Für diejenigen, die meine früheren Artikel auf RunningXpert.com verfolgt haben, wird es kein Geheimnis sein, dass ich Anfang des Jahres auf einige Herausforderungen gestoßen bin. Ich erlitt eine der umfangreicheren Verletzungen und musste drei Wochen Laufpause einlegen. In dieser Zeit – besonders gegen Ende – habe ich dem Radfahren etwas zu viel Priorität eingeräumt, um Form ohne zu viel Belastung aufzubauen. In der Theorie schien es eine gute Idee zu sein. 

HERRE
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    Zurück als Läufer

    Die Form war gut, und ich fühlte mich stark, aber in meinem Fall wurde das Radfahren etwas zu intensiv. Das führte dazu, dass sowohl die Erholung als auch das notwendige Laufvolumen kompromittiert wurden – und damit auch der eigentliche Wiederaufbau.

    Daher traf ich vor etwa zwei Monaten die bewusste Entscheidung, das Radfahren drastisch zu reduzieren und mich stattdessen auf die zwei wichtigsten Elemente für einen Marathonläufer zu konzentrieren: Erholung und Lauftraining. In den letzten 7-8 Wochen konnte ich das Laufvolumen endlich wieder steigern, und das war spürbar – sowohl körperlich als auch geistig. Es ist, als ob das System langsam wieder in den Rhythmus kommt. Ich beginne mich wieder als Läufer zu fühlen – nicht nur als jemand, der trainiert, um fit zu bleiben.

    Geduld und Fokus 

    Es ist natürlich noch früh, und zwei Monate sind gleichzeitig viel und wenig. Aber zum ersten Mal seit langer Zeit fühle ich, dass ich eine aufsteigende Kurve habe, auf der ich weiterarbeiten kann, und formmäßig stehe ich an einem guten Punkt. Das gibt Ruhe und Motivation – und nicht zuletzt den Glauben, dass ich in Tokio mit Ambitionen auf ein großes Ergebnis an der Startlinie stehen kann.

    Die Nominierung für die WM hat eine enorme Bedeutung! Es ist mehr als nur ein Platz im Starterfeld. Es ist eine Anerkennung der geleisteten Arbeit und ein Symbol dafür, dass jemand glaubt, dass man mehr in sich hat. Für mich persönlich ist es auch eine Erinnerung daran, warum ich das mache: Ich liebe es zu konkurrieren, aber ich liebe ebenso sehr den Prozess – die kleinen Fortschritte, die täglichen Entscheidungen und die langen, einsamen Läufe, bei denen man weiß, dass man etwas aufbaut.

    Jetzt geht es darum, weiter aufzubauen – klug, kontrolliert und mit scharfem Fokus auf das Ziel in Tokio. Ich freue mich darauf, die Reise dorthin zu teilen und hoffentlich die Ziele zu erreichen, die ich mir gesetzt habe.

    HERRE
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