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Lauftraining: Neues Jahr, neue Ziele

Wie baut man am besten eine neue Gewohnheit auf und startet mit dem Lauftraining?

Der Kalender zeigt Januar und das bedeutet auch, dass es die beste Zeit für Fitnessstudios ist. Viele melden sich an und nutzen ihr Mitgliedschaft im Januar fleißig oder beginnen mit einem sehr optimistischen Laufplan, aber genauso viele nutzen das Fitnessstudio weniger oder hören mit dem Lauftraining schon in den folgenden Monaten auf. Warum? Hier gebe ich einige Vorschläge, ebenso wie ich versuche, ein paar Tipps zu geben, wie du vermeiden kannst, in der Statistik zu landen.

Zu viel auf einmal?

Es scheint, als wäre die Motivation zum Jahreswechsel sehr hoch. „Jetzt muss es sein“, „Die große Lebensstiländerung“, „Jetzt starten wir“ usw. Und das ist gut, aber Motivation verschwindet auch wieder oder ist zumindest nicht immer gleich hoch. Ich glaube, viele nehmen sich zu viel vor und stürzen sich in viel Training, neue Diät und neue Pläne. Das Problem dabei ist, dass wenn die Motivation gegen Ende Januar nachlässt, alles schnell zusammenbricht und zu einem „Muss“ wird. Die Trainingsfrequenz sinkt, die Ernährungspläne ändern sich, und plötzlich ist man wieder im alten Trott.

Veränderungen brauchen Zeit

Es ist so, dass Veränderungen und neue Gewohnheiten Zeit brauchen, um aufgebaut zu werden, und es ist schwer, mehrere Dinge gleichzeitig aufrechtzuerhalten, wenn die Motivation niedrig ist. Deshalb denke ich, ein guter Rat ist, eine Sache nach der anderen anzugehen und sie langsam zu integrieren. Anstatt zu denken „Ich muss meine 5km-Runde in X Minuten 3 Mal pro Woche laufen“ oder „Ich muss 2 Stunden hartes Krafttraining im Studio machen“, denke stattdessen „Ich muss 3 Mal pro Woche raus und laufen“ oder „Ich muss heute ins Studio und trainieren“. Ich sage nicht, dass du unstrukturiert sein sollst, aber die Idee ist, dass wenn du erst einmal unterwegs bist, du auch trainieren wirst. Und wenn etwas die Motivation töten kann, dann ist es, wenn etwas jedes Mal wirklich hart ist und es dadurch schwieriger wird, sich darauf einzustellen. Wenn du erst einmal die Routine und Kontinuität aufgebaut hast, kommen die Ergebnisse – auch wenn du nicht jedes Mal bis zum Äußersten gehst. Lieber das ganze Jahr über mit 80% trainieren als im Januar mit 110%. Das Gleiche gilt übrigens, wenn du das Training nach einer Pause neu starten möchtest – egal ob nach den Sommerferien, einer Verletzung oder einer stressigen Phase.

Planung

Ein weiterer guter Rat ist die Planung – mit hoher Motivation gibt es den Drang, auch nach einem harten Arbeitstag rauszugehen, aber wenn die Motivation sinkt, kann es Gold wert sein, die Trainingszeiten geplant zu haben. Es macht es einfach zu einem natürlichen Teil des Alltags und trägt dazu bei, dass die zuvor erwähnten Routinen und Gewohnheiten gebildet werden.

Was gibt dir das Training?

Für manche ist das Training ein Freiraum, um abzuschalten, z.B. die Gedanken bei einem Lauf in der Natur schweifen zu lassen. Für andere ist das soziale Element wichtiger, und das Training wird an harten Tagen einfacher, wenn man weiß, dass ein Trainingspartner wartet. Es kann auch eine Kombination aus beidem sein, je nach Situation. Jedenfalls ist es wichtig zu spüren, was dir das Training gibt. Es ist viel einfacher, eine gute Gewohnheit oder Routine aufzubauen, wenn es keine lästige Pflicht wird, sondern tatsächlich etwas, worauf du dich freust.

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