Ich habe mittlerweile einige Halbmarathons gelaufen, manche liefen gut, andere weniger gut. Gemeinsam war allen, dass ich alles tat, um mich optimal vorzubereiten. Ich habe viele gute Tipps im Internet gefunden – und es gibt wirklich viele. Doch viele dieser Tipps sind fast identisch. Ich finde jedoch, dass es 3 Tipps gibt, die ich nie erhalten habe – die ich aber SEHR nützlich finde. Die solltest du nicht verpassen.
1. Höre auf deinen Körper – nicht auf einen Tempomacher!
Tempomacher haben die Aufgabe, ein bestimmtes Tempo durch das ganze Rennen konstant zu halten. So kann man sicher sein, eine bestimmte Endzeit zu erreichen, solange man hinter dem Tempomacher bleibt.
Das Unpraktische ist, dass Tempomacher die gleiche Geschwindigkeit während des gesamten Rennens halten. Es ist nicht unbedingt gut, die gleiche Geschwindigkeit zu laufen, wenn die Strecke bergauf oder bergab geht.
Höre daher mehr auf deinen eigenen Körper. An einem Punkt der Strecke, wo es leicht bergab geht, kannst du das Tempo erhöhen. Andererseits gibt es bestimmt Anstiege, bei denen es sinnvoller ist, das Tempo zu verringern und sicher über den Anstieg zu kommen.
So sparst du mehr Energie, um am Ende den entscheidenden Endspurt einzulegen.
2. Lächeln
Okay, das klingt seltsam, aber Forscher der Ulster University und Swansea University haben in einer Studie herausgefunden, dass Läufer, die lächeln, weniger Sauerstoff verbrauchen, eine bessere Laufökonomie haben und sich weniger müde fühlen.
Als der weltbeste Marathonläufer, Eliud Kipchoge, in Wien einen Marathon in 1 Stunde 59 Minuten und 40 Sekunden (!!) lief, sah man ihn mehrfach lächeln. Und das tat er nicht, um den Leuten eine Freude zu machen, sondern um seine Sauerstoffaufnahme und Laufökonomie zu verbessern.
Lächle also zu deiner Umgebung. Nutze die Energie des Publikums. Es ist ein Fest, einen Halbmarathon zu laufen. Nutze es.
Quelle: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1469029217303461
3. Es darf hart sein
Eine Faustregel ist, dass es in den ersten 10 Kilometern nicht zu hart sein sollte. Du solltest dich in den ersten 10 km frisch fühlen. Es ist auch besser, am Ende noch etwas Energie zu haben, also spare deine Kräfte. Laufe nach einem sogenannten ‚negativen Split‘, bei dem du die erste Hälfte des Rennens etwas langsamer läufst als die zweite.
Wenn das gesagt ist, darf ein Halbmarathon hart sein. Es geht darum zu akzeptieren, dass es hart ist. Erinnere dich, wenn es schwierig wird, dass genau dafür du trainiert hast. Du hast deinen Körper auf diese Leistung vorbereitet. Du kannst das schaffen. Begrüße den Schmerz und bitte ihn, hinten im Bus Platz zu nehmen. Es ist dein Lauf. Du bestimmst.
Mit diesen drei Tipps hoffe ich, dass du das beste Rennen deines Lebens hast! Du bist großartig. Du hast jetzt lange trainiert und es ist Zeit, die Früchte zu ernten.
Gutes Rennen!
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