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Test: adidas Ultraboost 22 – Maximaler Komfort auf den langen Laufstrecken

Alle Läufer, die bereits vom adidas Ultraboost 21 begeistert waren, haben den neuen Ultraboost 22 sehnsüchtig erwartet. Nun ist das neue Modell gelandet und vor allem für die Damenwelt gibt es einige interessante Updates, auf die man sich freuen kann. Erfahre hier mehr über meine Lauferfahrung mit adidas Ultraboost 22!

An der neuen Ultraboost 22-Version hat adidas einige allgemeine Änderungen vorgenommen, die sowohl für die Herren- als auch für die Damenwelt gelten. Zudem einige spezifische Erneuerungen, die nur an der Damenversion zu finden sind. adidas hat 1,2 Millionen Fußscans analysiert, um die perfekte Passform und das perfekte Lauferlebnis finden zu können. Mit ihren Ergebnissen haben sie nicht enttäuscht! 

 

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REVIEW ADIDAS Ultraboost 22

 

Maximaler Komfort für die längeren Strecken

Zunächst einmal gibt es viele Ähnlichkeiten zwischen dem adidas Ultraboost 22 und dem adidas Ultraboost 21. Die gleiche Menge an BOOST-Schaum, die gleiche LEP-Platte in der Zwischensohle, das gleiche Cage-Fit-Obermaterial und die gleiche Continental-Außensohle wurden verwendet. Er ist nach wie vor ein Laufschuh für den neutralen Laufstil mit maximalem Komfort und Stoßdämpfung, der sich am besten für die langen Läufe eignet. Mit seinem Gewicht und dem angenehmen Boost-Material sollte er dich durch viele komfortable Kilometer bringen. 

Also alles, was beim Ultraboost 21 so gut funktioniert hat, wurde beim Ultraboost 22 weiterentwickelt – Juhu! 

 

 

Primeknit+ und Primeblue auf dem Obermaterial

Das Obermaterial am adidas Ultraboost 22 ist, wie bei seinen Vorgängern, für seine sockenähnliche Passform bekannt. Das Obermaterial besteht aus Primeknit+ mit Primeblue, einem recycelten Material, das zum Teil aus Parley Ocean Plastic hergestellt wird. Also aus Plastikabfällen, die in der Natur an zahlreichen Küstengebieten und Stränden gesammelt werden. Ich persönlich halte dies für sehr positiv und würde mir wünschen, dass es in Zukunft mehr davon gibt – das erwarte ich zumindest.

Generell hat adidas die Passform um 360° verbessert, sodass der Schuh jetzt noch besser sitzt. Ich finde einfach, dass das Obermaterial hervorragend am Fuß sitzt – zwar eng anliegend, aber dennoch dehnbar. Das Obermaterial besteht aus dem HEAT.RDY-Material, damit die Füße während des Trainings die Wärme ableiten kann. 

 

Die perfekte Unterstützung – auch für die Achillessehne

Obwohl der Ultraboost 22 ein Schuh für den neutralen Läufer ist, hat man dennoch an die Unterstützung im Fersenbereich gedacht. Das Design ist durchdacht – wirklich clever. Die Zwischensohle selbst ist auf beiden Seiten der Ferse erhöht und geht in eine Kunststoffkappe über, die zusätzlichen Halt bietet.

Die Fersenkappe ist im Grunde die gleiche wie beim Vorgängermodell. Der obere Teil der Fersenkappe, der die Achillessehne stützt, ist beim Ultraboost 22 etwas breiter und auf der Innenseite mit Memory Foam überzogen, damit die Achillessehne nicht eingeklemmt und gereizt wird. Und es stimmt – die Fersenkappe passt perfekt, stützt meine Ferse und reizt meine Achillessehne überhaupt nicht.

 

 

Zwischensohle

Im adidas Ultraboost 22 ist die Menge des BOOST-Schaums die gleiche wie im adidas Ultraboost 21, was nur gut ist, weil es wirklich gut funktioniert hat. Der Schuh bietet genau die richtige Menge an Sprungkraft und Energierückgabe für einen Massentrainingsschuh dieses Kalibers. Mehr Schaumstoff würde ihn nur noch schwerer machen, was er meiner Meinung nach nicht sein sollte. Ich laufe in der Größe US 9 und hier wiegt der Schuh 338 g. Dies ist zwar etwas schwer, aber unterstützt dafür den Halt und die Sprungkraft, die man bei den langen Läufen braucht.

Auch hier wird die starre LEP-Platte verwendet, die für Linear Energy Push Plate steht. Es sorgt für eine Steifigkeit im Mittelfußbereich, die zu einem federnden und reaktionsfreudigen Start beiträgt. Bei meinen Läufen spüre ich das, denn obwohl es sich um einen schwereren Schuh handelt, gibt mir die LEP-Platte diesen zusätzlichen Schub. Das gibt mir das Gefühl, dass die Sohle wirklich gut abrollt und ich schnell zum nächsten Schritt übergehen kann.

 

 

Außensohle

Die Laufsohle dieses Schuhs ist, wie bei den vorherigen Versionen, in zwei verschiedene Teile unterteilt, die beide aus dem charakteristischen Continental-Gummi bestehen.

Auf der Rückseite ist die Sohle aus Stretchweb gefertigt, das sich den Bewegungen der Zwischensohle anpasst. Im Vorfußbereich hat die Sohle einen etwas „klebrigeren“ Charakter, um auf festem Untergrund wie Asphalt oder Waldwegen dennoch einen guten Halt bieten zu können. Ich denke, die Außensohle hält, was sie verspricht – einen guten Grip auf hartem Untergrund wie Asphalt oder festen Waldwegen. 

 

Nur für Damen 

Wie schon zuvor erwähnt, kommt der adidas Ultraboost 22 mit einigen allgemeinen Updates daher. Dennoch gibt es beim weiblichen Modell einige sehr spezifische Erneuerungen, und das ergibt wirklich Sinn – denn Männer- und Frauenfüße sind nicht gleich. In der Ultraboost 22-Damenversion wurde die Passform rund um den Fuß angepasst. Was mir besonders auffällt ist, dass die Höhe über den Knöchel etwas niedriger ist als bei der Herrenversion. Das kommt mir persönlich sehr entgegen, da ich einen schmalen Fuß habe, sodass der Schuh jetzt einfach noch besser passt! 

Auch an der Außensohle wurden Änderungen vorgenommen; es ist an das Laufverhalten von Frauen angepasst, um die Belastung im Fersenbereich und in der Pronation zu reduzieren. Auf der Innenseite der Laufsohle haben sie am Fußgewölbe eine Verstärkung angebracht, damit ich beim Abrollen in der Schrittabwicklung etwas zusätzlichen Halt unter dem Fußgewölbe bekomme. Das kann ich nicht konkret spüren, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass dieser Schuh eine gute Stabilität bietet und meinen Fuß in die richtige Richtung lenkt. 

 

 

Meine Lauferfahrung 

Mein erster Eindruck, als ich in den Schuh trat war, dass er wirklich gut passt. Der Schuh verleiht ein sockenähnliches Gefühl am Fuß und ich glaube sogar, dass ich in dem Schuh ohne das Zubinden der Schnürsenkel laufen könnte, wenn ich dies wollte. Es passt gut, ohne zu eng anzuliegen. 

Die Zwischensohle fühlt sich zwar fest, aber nicht hart an. Es hat eine gute Balance zwischen Weichheit und Festigkeit, für das der BOOST-Schaum so bekannt ist. Man spürt jedoch, dass es sich um einen schweren Schuh handelt, und ich würde es vorziehen, alle meine langen Läufe in diesem Schuh zu laufen. Da es sich um einen schweren Schuh handelt, glaube ich nicht, dass er für Läufe, bei denen ich mein Tempo selbst bestimmen muss, besonders gut geeignet ist. Es ist jedoch ein Kilometerfresser, dem man vertrauen kann. Mit seinem bequemen BOOST-Schaum und der effizienten Energierückgabe gibt er mir die Energie und den Komfort, um weitermachen zu können. Und das über viele Kilometer hinweg, ohne die positiven Effekte zu verlieren, für die der Ultraboost so bekannt ist. 

 

Der adidas Ultraboost 22 ist für alle, die einen Laufschuh für lange Läufe suchen, oder für diejenigen, die einfach nur maximalen Komfort bei all ihren Läufen wünschen.

 

Ultraboost 22

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