Als ich das erste Mal den Arahi 8 in der Hand hielt, war es mit einer Mischung aus Neugierde und Erwartung. Arahi steht für mich synonym mit einem Stabilitätsschuh, der Leichtigkeit und zuverlässige Unterstützung kombiniert. Mit dieser 8. Version hat HOKA jedoch das Konzept überdacht. Arahi 8 ist von Grund auf neu gestaltet. Wir sprechen von neuer Passform, aktualisiertem Obermaterial, höherem Drop und neuer Stabilitätstechnologie. Es ist eine große Herausforderung. Die zentrale Frage ist: Fühlt es sich immer noch wie ein Arahi an? Ich habe die Schuhe geschnürt und den Arahi 8 auf allem von ruhigen Morgenspaziergängen bis zu den Wochenendläufen ausprobiert.
Erster Eindruck - Vom Wohnzimmerboden zum Asphalt
Das Erste, was mir auffiel, als ich in den Arahi 8 trat, war der Komfort. Das weiche Meshmaterial des Obermaterials, die voluminöse Zunge, die elastischen Schnürsenkel und die bequeme Fersenkappe. Auch die Passform fiel auf. Im Vergleich zu Clifton 10 empfinde ich den Arahi 8 als geräumiger - besonders im Vorfußbereich. HOKA empfiehlt, dass Frauen im Arahi 8 eine halbe Größe kleiner wählen als in anderen HOKA-Schuhen. Für mich funktionierte meine normale Größe jedoch gut.
Es dauert bei mir normalerweise 5-10 km, um mich an einen neuen Schuh zu gewöhnen. So war es auch mit dem Arahi 8. Die ersten Kilometer ging es um kleine Anpassungen, aber nach etwa 10 km verstanden wir uns wirklich. Ganz von Anfang an spürte ich das feste und führende Gefühl unter dem Fuß, genau wie man es von einem Arahi erwartet. Besonders auf langen Strecken oder wenn die Beine müde waren, schätzte ich die zusätzliche Unterstützung. Ich erlebte eine gute Harmonie in der Zwischensohle zwischen weichem Komfort und fester Unterstützung. Und genau hier in der Zwischensohle finden wir eine der größten Änderungen beim Arahi 8.
Arahi 8: H-Frame und 8 mm Drop
Im Arahi 8 hat
den bekannten J-Frame durch einen neu entwickelten H-Frame ersetzt. Während der J-Frame die Innenseite des Fußes stützte wie eine klassische Pronation-Stütze, arbeitet der H-Frame ausgewogener und unterstützt sowohl die Innen- als auch die Außenseite des Fußes. Trotzdem mit größtem Fokus auf die Innenseite. HOKA verwendet Schaum mit unterschiedlichen Härtegraden, um diese Unterstützung zu schaffen. Der festere Schaum ist dort platziert, wo der Fuß mehr Kontrolle benötigt. Umgeben ist er von einem weicheren Schaum, der Komfort und Flexibilität bietet. So wird der H-Frame keine klobige Lösung, sondern ein integrierter Bestandteil des Schuhaufbaus.
Zusammen mit der Veränderung in der Stabilität hat HOKA auch das Drop im Arahi 8 angepasst. Während frühere Versionen bei 5 mm lagen, ist es nun auf 8 mm erhöht, was dem gleichen Niveau wie beim Clifton 10. Für mich war die Änderung nicht bedeutend, aber ich spürte eine sanftere Fersenlandung – besonders auf hartem Untergrund. Wenn du typischerweise auf der Ferse landest oder den Schuh im Alltag nutzt, wirst du wahrscheinlich das weichere Gefühl und den erhöhten Komfort schätzen.
Arahi 8 - Stabiler und verlässlicher Laufbegleiter
Nach einer Reihe bedeutender Änderungen war ich gespannt, ob Arahi 8 seine Identität verloren hatte. Glücklicherweise fühlt sich Arahi 8 immer noch wie ein Teil der Arahi-Familie an: stabil, verlässlich und leicht. Das Update vom J-Frame zum H-Frame funktioniert gut und bietet eine balancierte Unterstützung, ohne dass sich der Fuß kontrolliert oder gedrückt fühlt. Der Drop ist auf 8 mm angepasst, was gut funktioniert, besonders für Fersenläufer oder wenn du den Schuh im Alltag nutzt.
Arahi 8 ist perfekt für Läufer, die Stabilität ohne Härte wünschen. Ich empfinde ihn als sicheren Trainingsschuh, der nicht „Antipronation“ schreit, sondern ruhig etwas zusätzliche Unterstützung bietet. Wenn du zuvor Stabilitätsschuhe getragen hast oder etwas zusätzliche Unterstützung benötigst, ist Arahi 8 eine gute Wahl für dein tägliches Training, Erholungsläufe oder Alltagskilometer von A nach B.
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