Der Tecton X ist Hokas neue Version eines Schuhs, der sich an die schnellsten Schuhe messen kann. Das Eigengewicht des Schuhs ist wirklich beachtlich – und das, obwohl der Schuh viele tolle Funktionen hat. Ich habe den Schuh getestet und meine Bewertung über den Hoka Tecton X kannst du hier lesen.
So habe ich den Hoka Tecton X getestet
Der Hoka Tecton X wurde auf Herz und Nieren getestet – ich bin nicht nur auf verschiedenen Strecken in Dänemark damit gelaufen, sondern war auch so begeistert von dem Schuh, dass ich ihn bei den Europameisterschaften getragen habe. Dort bin ich den "Up and Down Mountain" auf La Palma gelaufen – eine 18 km lange Strecke mit allem, was dazugehört. Angefangen von Asphalt über losen und trockenen Untergrund bis hin zu hartem Schotter, Felsen, Wurzeln und Singletracks.
Der Schuh wurde also insgesamt zwischen 7:00 und ca. 2:15 Min/km getestet. Sowohl auf flachen als auch auf sehr steilen Abschnitten – und ich muss sagen, dass ich von der Leistung des Schuhs definitiv nicht enttäuscht bin! Hier im Testbericht kannst du über meine Erfahrungen mit dem Hoka Tecton X auf den einzelnen Streckenabschnitten der Europameisterschaft lesen.
Hoka Tecton X auf dem Asphalt
Die Strecke begann auf einer Asphaltstraße und hatte auch einen 2 km langen Asphaltabschnitt in der Streckenmitte - sowohl einen ziemlich flachen Abschnitt als auch eine Gefällstrecke mit bis zu 10% Gefälle.
Die Vibram-Außensohle hält gut auf dem Asphalt und die Zwischensohle mit dem ProFlyX-Schaum von Hoka sorgt für eine ausgewogene Balance zwischen Komfort und Dämpfung. In Kombination mit der zweiteiligen Carbonplatte, die der Hoka Tecton X ebenfalls hat, merke ich in der Praxis nicht einmal, dass ich einen Trailschuh trage, wenn ich auf den Asphalt auftrete.
Hoka Tecton X auf Felsen und Klippen
Die EM-Route bot mehrere Abschnitte mit Steinen und Klippen entlang des Weges. An manchen Stellen als kleine Unebenheiten in einer befestigten Schotterstraße, an anderen als regelrechte Ausbuchtungen, und gleichermaßen auf ebenen und steilen Auf- und Abstiegsrouten.
Aufwärts halte ich den Grip für besonders wichtig, wenn du über Felsen und Steine läufst. Auch die Vibram-Außensohle bietet eine großartige Leistung. Die Sohle ist sehr griffig und ich hatte nirgendwo auf der Strecke Schwierigkeiten mit dem Grip!
Bergab gab es mehrere Abschnitte, die in schnellem Tempo absolviert wurden (für mich bis zu etwa 2:15 Min/km). Einige der steilen Hänge waren ziemlich regelmäßig, allerdings mit vielen kleinen Steinen, die aus dem Boden ragten.
Wenn ich frei und schnell über diese Unebenheiten laufen will, ist es wichtig, dass der Schuh sowohl gut geschützt ist (sodass es nicht wehtut, wenn ich mit dem Fuß auf kleinen Steinspitzen aufsetze) als auch stabil genug ist, um keine Angst davor zu haben, mit dem Fuß umzuknicken.
Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Aber auch hier schneidet der Schuh super gut ab – er hat zwar keine Gesteinsplatte und der Schaumstoff ist ziemlich weich, aber trotzdem gab es einen guten Schutz sowohl vor Steinen als auch vor anderen herausragenden "Spitzen" im Boden. Ich vermute, dass es die zweiteilige Carbonplatte sein muss, die für diesen Schutz sorgt und die man in gewisser Weise als eine Art " integrierte Rockplate" bezeichnen kann.
Hoka Tecton X im Wald
Einige Abschnitte der Route verliefen auch im Wald – hier mit spaßigen und kurvenreichen Singletracks.
Auf solchen Abschnitten bevorzuge ich vor allem einen leichten, stabilen und reaktionsschnellen Schuh, mit dem ich schnell um die Kurven komme. Der Hoka Tecton X ist zwar nicht der leichteste Schuh, in dem ich je gelaufen bin, aber mit 246 Gramm (Größe US9) liegt er definitiv am leichten Ende der Gewichtsskala.
Zusammen mit der Tatsache, dass der Schuh gut am Fuß sitzt und viel Seitenstabilität bietet, hatte ich eine gute Erfahrung mit dem Hoka Tecton X.
Hat der Hoka Tecton X überhaupt Einschränkungen?
Es mag so klingen, als wäre der Schuh ohne jegliche Einschränkungen, aber wie schon erwähnt, gibt es nicht den einen Trailschuh, der alles kann. Für den Hoka Tecton X ist es erwähnenswert, dass er definitiv den Kürzeren ziehen wird, wenn der Trail zu schlammig wird.
Die 4 mm langen Noppen sind recht gut geformt und verleihen ein gutes Gripgespür, aber es reicht nicht aus, um an einem nassen Wintertag auf einem weichen und schlammigen Trail haftenzubleiben.
Was die Passform angeht, so ist der Schuh für meinen Fuß etwas zu lang ("normale D-Form"), wodurch der Schuh etwas weiter herausragt, als dass er perfekt wäre. Was die Größe angeht, nehme ich im Hoka Tecton X die gleiche Größe wie in anderen Schuhen. Wenn du aber generell etwas zu viel Luft im vorderen Schuhbereich hast, kann es von Vorteil sein, eine halbe Größe kleiner zu wählen, wenn du es mit der Weite hinbekommst.
Darum solltest du den Hoka Tecton X ausprobieren
Sofern du nicht vorhast durch den Schlamm zu laufen, muss ich sagen, dass der Hoka Tecton X einer der spaßigsten und leistungsstärksten Trailschuhe ist, die ich je ausprobiert habe!
Die Außensohle hat eine gute Gummimischung, die nicht nur rutschfest ist, sondern auch eine gute Haltbarkeit aufweist. Die Zwischensohle ist bequem, dennoch reaktionsfähig und ultraschnell, das Obermaterial bietet sowohl Komfort als auch Stabilität. Die Schnürung geht fast bis zu den Zehen, sodass du den Schuh perfekt an deinen Fuß anpassen kannst.
Alles in allem ist der Hoka Tecton X ein sehr beeindruckender Schuh, der meine erste Wahl auf einer Vielzahl von Trailstrecken sein wird - sowohl auf den kurzen als auch auf den langen.